Wer im Bestand eine Fußbodenheizung nachrüsten will, hört meistens denselben Satz: Der Estrich muss raus. Das stimmt seit einigen Jahren nicht mehr. Beim Fräsverfahren bleibt der vorhandene Boden liegen, und die Heizkanäle werden direkt hineingefräst.
Warum der Estrich früher heraus musste
Beim klassischen Einbau wird der alte Estrich herausgerissen, die Rohre werden auf der Dämmung verlegt und ein neuer Estrich darüber gegossen. Der muss anschließend mehrere Wochen trocknen, bevor ein Belag darauf darf. In dieser Zeit ist der Raum eine Baustelle, und der Bauschutt füllt einen Container.
Was beim Fräsen tatsächlich passiert
Wir fräsen Kanäle von ca. 2 cm Tiefe in den bestehenden Estrich. Das geschieht mit einer Maschine, die den Staub direkt an der Entstehungsstelle absaugt. Staubfrei ist keine Baustelle, staubarm schon. In die Kanäle kommen die Heizungsrohre, danach werden sie mit einem geprüften System verschlossen. Standfestigkeit und Wärmeleitfähigkeit des Bodens sind danach wiederhergestellt.
Die Aufbauhöhe bleibt, wie sie ist
Weil die Kanäle in den Boden hineingehen statt darauf, ändert sich das Bodenniveau nicht. Türen müssen nicht gekürzt werden, Übergänge zu Nachbarräumen bleiben, wie sie sind, und es entstehen keine Stolperkanten. Genau das macht das Verfahren für Bestandsimmobilien interessant.
Für welche Böden es geeignet ist
Entscheidend ist, wie viel Estrich unter dem Kanal stehen bleibt. Das hängt vom Aufbau Ihres Bodens ab und lässt sich nicht aus der Ferne beurteilen. Wir prüfen es vor Ort, bevor die Arbeiten beginnen. Der alte Bodenbelag muss in jedem Fall herunter, denn gefräst wird auf dem nackten Estrich. Wo Asbest im Kleber steckt, arbeiten wir zertifiziert.
Das klären wir vor Ort
Wie viel Estrich unter dem Kanal stehen bleibt, das hängt vom Aufbau Ihres Bodens ab.
Ob im Kleber des alten Belags Asbest steckt. Dort arbeiten wir zertifiziert.
Welcher neue Bodenbelag auf die Flächenheizung kommen soll.
Und danach?
Nach Druckprüfung, Verschluss und Nivellierung ist der Boden bereit für Ihren neuen Belag. Fliesen, Parkett, Vinyl oder Designbelag: alles, was für Flächenheizung freigegeben ist. Auf Wunsch verlegen wir ihn gleich mit.
Der Estrich bleibt liegen. Das spart den Container Bauschutt und die Wochen Trocknungszeit.
Das Wichtigste in Kürze
Der vorhandene Estrich bleibt liegen. Gefräst wird rund 2 cm tief in den Boden hinein.
Die Aufbauhöhe ändert sich nicht. Türen, Übergänge und Bodenniveau bleiben, wie sie sind.
Ob Ihr Boden geeignet ist, entscheidet die verbleibende Estrichstärke. Das prüfen wir vor Ort.
Nach Druckprüfung und Nivellierung ist der Boden bereit für jeden Belag, der für Flächenheizung freigegeben ist.
Weiterlesen: Was kostet eine nachgerüstete Fußbodenheizung? Und wenn später eine Wärmepumpe dazukommen soll: Warum die Vorlauftemperatur entscheidet.
Schritt für Schritt: So läuft der Einbau
Belag entfernen
Der alte Bodenbelag muss herunter, gefräst wird auf dem nackten Estrich.
Kanäle fräsen
Rund 2 cm tief, mit Absaugung direkt an der Entstehungsstelle.
Rohre einlegen
Die Heizungsrohre kommen in die gefrästen Kanäle.
Kanäle verschließen
Mit einem geprüften System. Standfestigkeit und Wärmeleitfähigkeit sind danach wiederhergestellt.
Prüfen und nivellieren
Druckprüfung, Verschluss und Nivellierung des Bodens.
Belag verlegen
Jeder für Flächenheizung freigegebene Belag. Auf Wunsch verlegen wir ihn gleich mit.
Häufige Fragen
Ja. Gefräst wird auf dem nackten Estrich, der vorhandene Belag muss in jedem Fall entfernt werden. Wo Asbest im Kleber steckt, arbeiten wir zertifiziert.
Nein. Die Kanäle gehen in den Boden hinein statt darauf. Türen müssen nicht gekürzt werden, Übergänge bleiben bestehen, und es entstehen keine Stolperkanten.
Staubarm, nicht staubfrei. Die Maschine saugt den Staub direkt an der Entstehungsstelle ab.
Alles, was für Flächenheizung freigegeben ist: Fliesen, Parkett, Vinyl oder Designbelag. Auf Wunsch verlegen wir ihn gleich mit.